Alle vier Jahre keimen sie auf, die grossen Träume und Hoffnungen. Vielleicht gelingt der Schweizer-Nati ja dieses Mal der grosse WM-Coup? Einzug ins Viertelfinale? Oder gar weiter? Weltmeister? Wir träumen!

Wenn es um die Spitzenplätze in der Familienpolitik geht, sind wir weniger ambitioniert. Wir geben uns mit Plätzen ganz weit hinten in den internationalen Rankings zufrieden. Kosten der externen Kinderbetreuung? Gehört zu den teuersten in ganz Europa. Vaterschaftsurlaub? Gibt es in der Schweiz nicht. Elternurlaub? Dream on! Vertretung von Frauen in der Wirtschaft? Gemäss neustem Schilling-Bericht rückläufig!

Die Massnahmen wären einfach:

  1. Mehr staatliche Unterstützung der familienexternen Kinderbetreuung. Zum Glück hat hier der Nationalrat (knapp!) einem Förderprogramm des Bundes zugestimmt (gegen den Willen von FDP und SVP).
  2. Einführung eines vierwöchigen Vaterschaftsurlaubs in einem ersten Schritt. Die Initiative dazu ist eingereicht (www.papizeit.ch) und wird spätestens in zwei Jahren zur Abstimmung gelangen.
  3. Einführung von Geschlechterrichtwerten in börsenkotierten Unternehmen. Hier hat heute das Parlament die Chance im Rahmen der Aktienrechtsreform einer minimalen Klausel zuzustimmen.

Es sind kleine Schritte, die Bundesbern für Familien, für arbeitstätige Eltern und einer besseren Vertretung von Frauen in Wirtschaft und Politik unternimmt. Doch wir sollten uns nicht mit den Plätzen auf den letzten Rängen zufrieden geben und wie im Fussball nach Spitzenplätzen streben. Das Achtelfinale, oder das Viertelfinale liegen drin. Nur liegt es in der Politik einzig am Willen und der politischen Zusammensetzung im Parlament – im Fussball gehört noch Glück dazu.