Grosse globale Plattformen wie X klauen unsere Fotos und zeigen uns nackt. Wer sich wehrt, wird ausgelacht. Auf den sozialen Medien werden wir mit Fake News zugemüllt. Was ist fake und was ist echt? Gezielte Desinformation aus Ländern wie Russland gilt neu als eine der Top-Bedrohungen für unser Land. Grosse private Medienhäuser entlassen einmal mehr zig Medienschaffende. Wir erleben eine regelrechte Medienkrise. Denn es lässt sich kein Geld verdienen mit Qualitätsjournalismus.
Aber wir brauchen ihn. Wie wir Luft zum Atmen und Wasser zum Trinken brauchen, braucht unsere Demokratie starke und unabhängige Medien. Damit wir uns auseinandersetzen und respektvoll streiten können, damit wir abstimmen und wählen können, damit auch Minderheiten gehört werden. Ob Randregionen, Randsportarten, Menschen, die in unserer Gesellschaft weniger sichtbar sind – auch sie verdienen Gehör. Damit wir trotz Vielfalt und Unterschieden zu einer Gesellschaft zusammenfinden.
Dafür braucht es Journalist:innen die recherchieren, sauber analysieren, kritisch hinterfragen. Uns mit soliden News aus aller Welt und aus allen Regionen bedienen. Dafür brauchen wir auch Musik, Film und Serien mit CH-Bezug. Dafür brauchen wir auch Sportsmomente in unseren Stuben, wie aktuell die Goldmedaillen-Märchen von von Allmen oder Mathilde Gremaud, die uns Zusammenhalt und Begeisterung schenken. Das Schweizer Radio und Fernsehen ist die einzige unabhängige und viersprachige Medienanstalt, die uns all das bietet. Die Halbierunginitiative bedroht das. Sie will den öffentlich rechtlichen Rundfunk schwächen. Mit ihrem Angriff auf die SRG, schadet sie uns allen, unserem Land. Deshalb lehne ich diese Initiative, die am 8. März zur Abstimmung kommt, ab.

